Wissenschaft & Methodik

Zwei unabhängige Studien. Ein klares Ergebnis.

Personality for Finance basiert nicht auf Annahmen, sondern auf empirischer Forschung. Ein peer-reviewtes Discussion Paper der IU Internationale Hochschule, eine quantitativ-qualitative Studie der Lancaster University Leipzig und ein eigener Usability-Test bilden die wissenschaftliche Grundlage.

Discussion Paper doi.org/10.56250/4108
Publikation IU Business & Management, Vol. 7, No. 4 · März 2026
ISSN 2750-0721
Forschungspartner IU Hochschule · Lancaster University Leipzig
63 % der Varianz der Nutzungsintention erklärbarIU Discussion Paper, R²=.63 (n=100)
65/66 Finanzberater planen den Einsatz eines PersönlichkeitstoolsLancaster University Leipzig, 2025
76 % der Nutzer: „Das bin ich." – Identifikation mit dem ProfilUsability-Test, n=124, 2025
52 % der Deutschen haben finanzielle Sorgen min. einmal pro WocheIU Discussion Paper, Makroebene

Warum zwei Perspektiven stärker sind als eine

Die wissenschaftliche Basis von Personality for Finance besteht aus komplementären Forschungsarbeiten, die dasselbe Problem aus zwei Richtungen beleuchten: der Konsumentenperspektive und der Beraterperspektive.

Beide kommen unabhängig voneinander zum gleichen Ergebnis: Vertrauen und persönlichkeitssensible Ansprache sind die entscheidenden Hebel in der Finanzberatung — weit vor Produktqualität und Konditionen.

Ergänzt wird das durch einen eigenen Usability-Test mit 124 Nutzerinnen und Nutzern, der die Profilqualität und Identifikationsleistung des Tools empirisch prüfte.

1

IU Discussion Paper (Dulgeridis & Kahl, 2026)

Peer-reviewt. Makroebene: Financial Wellbeing in Deutschland. Mikroebene: UTAUT-Akzeptanzstudie persönlichkeitsbasierter Finanzberatung (n=100). R²=.63.

2

Lancaster University Leipzig (2025)

Consultancy Report, LZMNG T619. Quantitative Umfrage + qualitative Interviews mit 66 Finanzberatern aus D/A/CH zur Bereitschaft für Persönlichkeitstools.

3

Usability-Test Personality for Finance (2025)

Eigene Studie, n=124. Prüfung der Profilqualität, Nutzeridentifikation und wahrgenommenen Nützlichkeit der Berater-Auswertung.

Vertrauen als Engpass und Hebel

Das Discussion Paper von Prof. Dr. Marcel Dulgeridis und Axel Kahl verbindet eine Makro-Analyse des Financial Wellbeing in Deutschland mit einer Mikro-Akzeptanzstudie zu persönlichkeitsbasierter digitaler Finanzberatung.

Volltitel Vertrauen als Engpass und Hebel: Warum Financial Wellbeing in Deutschland ohne Trust nicht skaliert und was die Akzeptanzforschung zu digitaler, persönlichkeitsbasierter Finanzberatung daraus ableitet
Reihe IU Discussion Papers – Business & Management, Vol. 7, No. 4
Repository repository.iu.org

Makro-Befund: Financial Wellbeing Deutschland

52 %

der Deutschen haben finanzielle Sorgen mindestens einmal pro Woche. 27 % haben keinen ausreichenden Überblick über ihre Finanzen und betreiben keine Zukunftsplanung.

Vertrauen als gesellschaftliches Problem

24,6 %

endorsieren allgemeines Vertrauen in andere Menschen. 74,4 % berichten Besorgnis über Betrug. Das Paper argumentiert: Skalierung digitaler Finanzlösungen scheitert primär an Vertrauen, nicht an Technologie.

Varianzerklärung der Nutzungsintention

R² = .63

Das erweiterte UTAUT-Modell erklärt 63 % der Varianz der Nutzungsintention — ein in der Akzeptanzforschung sehr starker Wert. Die Stichprobe: n=100, Alter 18–29 Jahre, standardisierte Online-Erhebung.

Datenschutz als Hygienefaktor

β = .02

Datenschutzbedenken haben keinen signifikanten direkten Einfluss auf die Nutzungsintention (p=.792). Das Paper interpretiert dies: Datenschutz stabilisiert, motiviert aber nicht aktiv zur Nutzung.

Tabelle: Prädiktoren der Nutzungsintention – Richtung, Stärke und Signifikanz (Kahl, 2025)
Prädiktor β (Beta) Effektstärke p-Wert Interpretation
Leistungserwartung (PE) .39 stark < .001 Stärkster Treiber der Adoption
Vertrauen (TR) .27 substanziell .005 Eigenständiger, unabhängiger Effekt
Sozialer Einfluss (SI) .22 moderat .010 Soziale Normalisierung relevant
Aufwandserwartung (EE) .13 schwach .064 Knapp nicht signifikant
Datenschutzbedenken (PC) .02 kein Effekt .792 Hygienefaktor, kein direkter Treiber
Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Kahl, 2025. Hochsignifikantes Gesamtmodell: F(5,94) = 32,18, p < .001. R² = .63.

Was Finanzberater wirklich brauchen

Eine studentische Forschungsgruppe der Lancaster University Leipzig befragte 66 Finanzberater aus Deutschland, Österreich und der Schweiz — mit quantitativer Online-Umfrage und qualitativen Interviews (Consultancy Report LZMNG T619, 2025).

83 %

Transparenz ist wichtigster Vertrauensfaktor

83 % der befragten Berater nennen Transparenz als den wichtigsten Faktor für Vertrauen im Beratungsgespräch — noch vor dem Produkt, der Rendite und dem Preis.

66 %

Persönlichkeit beeinflusst Finanzentscheidungen

Zwei Drittel der befragten Berater sind überzeugt, dass die Persönlichkeit des Kunden seine Finanzentscheidungen grundlegend beeinflusst. Das ist die theoretische Grundlage von Personality for Finance.

80 %

CRM-Integration als Pflicht

4 von 5 Beratern nennen die Integration in bestehende CRM-Systeme als unverzichtbares Merkmal eines Persönlichkeitstools. Personality for Finance hat genau das umgesetzt.

71 %

Einsatz im Erstgespräch gewünscht

71 % der Berater würden ein Persönlichkeitstool bereits im Erstgespräch einsetzen — genau dann, wenn Vertrauen und erster Eindruck über das Mandat entscheiden.

Methodik der Lancaster-Studie

Studentische Forschungsgruppe der Lancaster University Leipzig (Consultancy Report LZMNG T619, 2025). Stichprobe: n=66 Finanzberater aus D/A/CH — Versicherungsmakler, Finanzanlagenvermittler, Honorarberater und freie Berater. Methode: Standardisierter Online-Fragebogen + qualitative Leitfadeninterviews. Auswertung: Deskriptive Statistik, thematische Analyse. Kernbefund: 65 von 66 befragten Beratern planen den Einsatz persönlichkeitsbasierter Tools im Beratungsgespräch.

Wie gut erkennen sich Nutzer im Profil wieder?

Neben den externen Forschungskooperationen haben wir die Qualität der Profilauswertung in einem eigenen Usability-Test mit 124 Nutzerinnen und Nutzern empirisch geprüft.

Die zentrale Frage: Identifizieren sich Menschen wirklich mit ihrem Persönlichkeitsprofil — oder fühlt es sich beliebig an? Das Ergebnis ist eindeutig.

76 %
„Das bin ich." – Profilidentifikation 76 % der Nutzer bestätigen eine hohe Identifikation mit ihrem Persönlichkeitsprofil. Das ist die Grundvoraussetzung für Vertrauen im Beratungsgespräch.
n=124
Stichprobengröße 124 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben das Tool genutzt und ihre Profilerfahrung bewertet — Grundlage für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Auswertungslogik.
5 min
Durchschnittliche Bearbeitungszeit Das Tool ist in unter 5 Minuten ausfüllbar — kurz genug für die Vorbereitung vor einem Beratungsgespräch, lang genug für eine valide Persönlichkeitserfassung.

Praxis trifft Wissenschaft

Wissenschaft

Prof. Dr. Marcel Dulgeridis

Professor für Betriebswirtschaftslehre, IU Internationale Hochschule · Campus Regensburg

Prof. Dr. Marcel Dulgeridis lehrt und forscht an der IU Internationalen Hochschule mit Schwerpunkt auf betriebswirtschaftlichen Themen. Nach knapp zehn Jahren in unterschiedlichen Rollen bei Big-4-Gesellschaften — zuletzt als Senior Manager — ist er heute Leiter Rechnungswesen bei einer Genossenschaftsbank und verbindet damit akademische Expertise mit umfangreicher Praxiserfahrung.

Praxis & Gründer

Axel Kahl

Gründer Geldfreunde · Head of Business Development Europe

Axel Kahl ist seit 1997 mit der Finanzbranche verwurzelt. Der gelernte Versicherungskaufmann und Finanzfachwirt verantwortete mehrere Positionen bei Versicherern, Finanzdienstleistern und Banken. Seinen Bachelorabschluss in Wirtschaftspsychologie absolvierte er an der IU Internationalen Hochschule. 2025 gründete er nebenberuflich das FinTech Geldfreun.de und entwickelte Personality for Finance als digitales Instrument für persönlichkeitsbasierte Finanzberatung.

Wissenschaft, die im Gespräch wirkt

Personality for Finance übersetzt diese Erkenntnisse in 5 Minuten — in ein konkretes Kundenprofil mit 7 Analyse-Modulen, direkt einsetzbar im ersten Beratungsgespräch.